Egal wo, egal wann, egal wie teuer (bitte nicht so lange warten):
Ich bin dabei
So ein Winkgig wäre der Wahnsinn
Ich für mich spüre bei mir immer eine ziemlich große Wehmut, wenn die Bandmitglieder so über ihre Leidenschaften zur Musik sprechen.
Habe so ein Bild, man spielt mit Freunden, aber man spielt nicht die Musik, die man eigentlich vom Herzen her spielen möchte.
Die Erfahrung, wie alles den Bach runtergehen kann, haben sie gemacht und es muss richtig weh getan haben.
Hat sie das vorsichtiger und damit aber auch "mainstreaminger" werden lassen?
Gleichzeitig suchen sie sich aber alle kleine Fluchten, um ihre wirklichen Musikleidenschaften ausleben zu können.
Was bedeutet das aber für die Thomas Godoj Band?
Mir macht das etwas Angst, bezogen auf die Experimentierfreude
dieser Band?
"Hiermit fülle ich meinen Kühlschrank"?
"Dort lebe ich meine Kreativität aus"?
Wo führt das auf Dauer aber hin?
Wird Thomas den Widerspruch je auflösen können, einerseits bei einer Trashshow mitgemacht zu haben, sich aber dann rigeros dem Trash und Boulevard zu verweigern? Das Spiel was dort gespielt wird, macht er nicht mit, er verweigert sich und ist deshalb da total raus?
Gleichzeitig aber durch die Teilnahme an so einer Show seinen Namen in der anspruchsvollen Musikszene verbrannt zu haben, also da nie akzeptiert zu werden?
Diese Gradwanderung, diesen "Seiltanz" zwischen billigen Ballermannstraßenfesten und hochwertigen Sommer- und Rockfestivals, wie lange kann man sich da auf dem Seil halten?
"Leute haut rein und macht diesen Winkgig", guckt, wer und wieviele kommen, wie die Leute reagieren?
Wer dann bleibt, dass ist Eure zukünftige Base, vielleicht ein Schlüssel um eine neue Tür aufzuschliessen.